4 per 1000 Initiative

Freiwillige Zielvereinbarung

Wir sind Teil der 4 Promille Initiative! Dieses Konzept wurde im Dezember 2015 bei der COP21 in Paris als freiwillige Zielvereinbarung von 39 Regierungen und mehr als 190 internationalen Institutionen und NGOs unterschrieben. Es besagt, dass wenn der weltweite Gehalt organischen Kohlenstoffs der Böden um jährlich 4 Promille (0,4 Prozent) stiege, sämtliche anthropogenen klimarelevanten Kohlenstoffemissionen vollständig kompensiert werden könnten. Für die Kalkulation wurde die gegenwärtige anthropogene Emissionsrate von 8,9 Gigatonnen Kohlenstoff pro Jahr durch die wissenschaftliche Schätzung von 2400 Gigatonnen Kohlenstoff in allen terrestrischen Böden weltweit geteilt: 8,9/2400 = 0,004 (gerundet von 0,0037). Pro Hektar Landboden umgerechnet entspräche dem ein Durchschnittsbestand von organischem Kohlenstoff von 161 Tonnen pro Hektar, welcher jährlich um 0,6 Tonnen pro Hektar gesteigert werden müsste (WWF Boden Bulletin 2018).

Diese Steigerungsraten sind ambitioniert, und beziehen sich auf die Gesamtheit der weltweit vorkommenden Böden wozu auch Wälder und Moore zählen. Im regionalen Kontext sind die avisierten Zielgrößen nur durch wenige Maßnahmen zu erreichen, – zeigen aber ein Potenzial auf, das es zu mobilisieren gilt.

Wird diese Strategie nur auf den landwirtschaftlich genutzten Böden umgesetzt, die je nach Definition etwa 3,9-4,9 Milliarden Hektar weltweit umfassen, ergäbe sich bei einer Steigung von jährlich 4 Promille eine Kompensation von noch 25-35 Prozent der weltweiten fossilen Emissionen (also ca. 2,7 der 8,9 Gigatonnen Kohlenstoff pro Jahr). (WWF Boden Bulletin 2018)


Bodenfruchtbarkeitsfond


Anstrengung der Bauern

Der Bodenfruchtbarkeitsfond unterstützt Bauern, die Fruchtbarkeit unserer Böden dauerhaft zu erhalten und aufzubauen. Die Anstrengung der Bauern hat gemeinnützigen Wert und verdient Verständnis und finanzielle Unterstützung aus der Gesellschaft. Mit Sitz in Basel ist sein Aktionsradius die Schweiz, der angrenzende Bodenseeraum und Hoch-und Oberrheinregion.


European Biochar Industry Consortium (EBI)


Pflanzenkohle

Das EBI sieht in Pflanzenkohle eines der grössten Potentiale CO2-Senken zu schaffen und aktiv dem Klimawandel zu begegnen. Als Katalysator eingesetzt kann die Pflanzenkohle auf landwirtschaftlichen Flächen nicht nur direkt Kohlenstoff festlegen, sondern auch den Humusaufbau dynamisieren, wie dies im Rahmen einer Pilotmaßnahme im CO2-Land Projekt gezeigt werden soll. Die Gründung des Consortiums erfolgte vor wenigen Monaten. Der Sitz ist in Freiburg. Durch die Förderung der Forschung und Anwendung der Pflanzenkohle soll der ökonomische Weg geebnet werden, um bald zu einem verbreiteten Einsatz von pyrolysierter Pflanzenkohle zu kommen.