Geschäftsmodell

Kunden und Lieferanten – Multipler Nutzen

Kunden können durch den Erwerb von Bodenzertifikaten Emissionen tatsächlich kompensieren, denn es handelt sich um Senkenzertifikate (CO2 Emissionen werden nicht nur reduziert sondern es wird aktiv CO2 aus der Atmosphäre entnommen). Umgekehrt wird die Umweltdienstleistung des landwirtschaftlichen Akteurs entlohnt und daher Anreize geschaffen Humusaufbau flächendeckend einzuführen. Für jede gespeicherte Tonne CO2 im Boden wird der Akteur bezahlt. Nebenbei oder als Zusatzerfolg kann eine Kommune, eine Region oder das Land den Zertifikathandel als Maßnahme nutzen, um ihre Klimaschutzziele für den Sektor Landwirtschaft einzuhalten.


Bepreisung


Sehr dynamische Entwicklung

Es gibt viele Methoden CO2 einen Preis zu geben. Sei es durch eine CO2-Steuer oder durch den Emissionshandel. Das Ziel der Bepreisung von CO2 ist jedoch in jedem Fall das Einhalten der Klimaschutzziele für 2030. Eine Expertenkommission und die Agora Energiewende haben einen anfänglichen Steuersatz von 50€/t CO2 vorgeschlagen. Dieser Steuersatz würde allerdings nicht ausreichen um die nötigen Emissionsminderungen zu erreichen. Laut dem Umweltbundesamt (UBA) ist ein schrittweiser Anstieg der CO2-Besteuerung sinnvoller. Diesen Weg gehen auch Länder wie die Schweiz oder Schweden. Sie haben den Steuersatz nach und nach auf den Wert 96 CHF/t CO2 (rund 86 Euro/t CO2) und 114 Euro/t CO2 erhöht (2019).

Um die Bepreisung von CO2 besser einschätzen zu können werden sogenante Orientierungspunkte formuliert. Der erste Orientierungspunkt sind die Klimaschadenskosten. Hierbei werden die Schäden durch die Emission von Treibhausgasen und die damit einhergehende Temperaturerhöhung von 2°C gegenüber der vorindustriellen Zeit erfasst. Laut dieser Berechnung beliefe sich der CO2-Preis auf 180€/t CO2 im Jahr 2016, welcher dann bis 2030 schrittweise auf 205€/t CO2 erhöht werden sollte.

Der zweite Orientierungspunkt sind die Vermeidungskosten zur Minderung von Treibhausgasemissionen. Die Preisspanne solcher Vermeidungskosten belaufen sich auf 135 $/t CO2 bis hin zu mehreren tausend Euro/t CO2, je nach dem welches Land und Klimaszenario (1,5°C oder 2°C) man betrachtet.

Die Bunderregierung hat sich aktuell nach dem Druck von der Strasse, u.a. durch die Fridays for Future Bewegung durchgerungen den anfänglichen Preis von 10 auf 25 Euro/t anzuheben. Ein weiterer Anstieg in den kommenden Jahren zeichnet sich ab.

Für Bodenzertifikate gilt auch, die Preise schwanken bisher in Mitteleuropa zwischen 45€ und 100 CHF (93€) pro t CO2. Aufgabe des Projekts wird hier sein die Bepreisung attraktiv für Akteure zu gestalten und gleichzeitig ein Niveau anzupeilen, welches von Kunden aktzeptiert wird um unsere „Qualitätszertifikate“ zu erwerben.